Editorial: hochroth Heidelberg 2024 / 54 páginas/Seiten
In seinem Band »Die Flüchtigkeit im Fossilen« | »La fugacidad en lo fósil« tritt Léonce W. Lupette als Selbstübersetzer auf. Die Gedichte, die je von einem verkosteten Wein ausgehen, versprachlichen sinnliche Erfahrungs- und Erinnerungsräume. Sie weben ein räumlich-zeitliches Netz, das keiner Linearität verschrieben ist und das sich in Simultaneitäten, Schichten, konzentrischen Kreisen bewegt. Es geht um zwischensprachliche Assoziation, um die Frage nach Fremdem und Eigenem. Das Finden einer Sprache, die den visuellen, olfaktorischen und geschmacklichen Eindrücken sowie den synästhetisch-biographischen Ausdrücken, die sie auslösen, den Geschichten, die sie erzählen, hinterherzuspüren vermag, ist in sich ein Akt der Übersetzung. Die Erzählungen, die Landschaften, die dabei entstehen, sind nicht frei von Dornen und Dickicht.